Dienstag, 18. Dezember 2007

Thema vom 18.12.2007 - "Sexy, aber dumm!"

Am heutigen Cafè nahmen viele (ca. 25) Schüler/innen teil, die offensichtlich das zugegebenermaßen provokant formulierte Thema angelockt hat. Auffallend und erfreulich war, dass sich viele Schüler aus dem Biennium diesmal beteiligt haben.
Als Eingang wurde die Frage in den Raum gestellt, ob es stimmt, dass junge Frauen ihr Aussehen über die Persönlichkeit, bzw. die Ausbildung stellen? Dies wurde in einer unlängst veröffentlichten Statistik zum Sozialverhalten junger Italienerinnen behauptet. Stellt diese gesellschaftliche Einstellung das Ende des Femminismus, bzw. der Gleichberechtigungsbewegung dar und lässt sich eine derartige Entwicklung auch unter der Jugend Südtirols fest stellen?
Die Schülerinnen bestätigten, dass der gesellschaftlicher Druck, gut auszusehen, auch in Südtirol auf ihnen lastet . Frauen haben seid jeher ihre Reize zur Verwirklichung von Zielen eingesetzt, wobei das wiederum oftmals kontraproduktiv für die Emanzipation und Gleichstellung in der Gesellschaft, v.a. in der Berufswelt, ist. Da wir in einer von Männern dominierten Welt leben, führt die Ausnutzung des eigenen Charms oft dazu, dass Frauen als Objekte angesehen und nicht nach ihren Fähigkeiten bewertet werden.
Die Schüler stellten fest, dass es sich jedoch wohl auch um ein Vorurteil handelt, wenn behauptet wird, dass v. a. Frauen besonderen Wert auf ihr Äußeres legen. In der Tat sind auch moderne Männer sehr eitel und würden dementsprechend darauf achten wie sie sich nach Außen hin zeigen. Ebenso wurde behauptet, dass die soziale Bedeutung des oberflächlichen Aussehens kulturell bedingt sei. Immerhin soll es in Städten wichtiger sein wie man sich präsentiert, als in einem kleinen Dorf. Ebenso wurde bemerkt, dass der italienische Kulturkreis eher für die überzogene Bedeutung des Aussehens empfänglich sei, ohne dabei jedoch Verallgemeinern zu wollen.
Ob man sich übertrieben schminkt oder kleidet hat auch mit dem Freundeskreis zu tun, in dem man sich bewegt, und wohl fühlt. Ebenso wichtig war es den Schülerinnen klar zu stellen, dass hübsches Aussehen auch ein Ausdruck von Persönlichkeit sein kann und nicht immer als Persönlichkeitsschwäche dargestellt werden soll. Obwohl zugegeben wurde, dass sich viele junge Frauen (und Männer) "auftackeln" um dazu zu gehören.
Ein weiteres Thema das angesprochen wurde, ist der Einfluss der Medien auf den oben beschriebenen gesellschaftlichen Druck. Schöne, schlanke und elegante Menschen werden gezeigt und als Ideal dargestellt. Aus diesem Grund streben wohl viele junge Menschen nach diesen oberflächlichen Werten und vergessen wie wichtig es ist, sich selbst zu akzeptieren für das was man (frau) ist und nicht für das was man (frau) sein möchte.
Piero Di Benedetto

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Nächstes Thema des Politischen Café - "Sexy, aber dumm"! Dienstag, 18.12.2007 - 2. Stunde

Wieso junge Frauen, laut neuesten Statistiken, nicht mehr Intelligenz sondern Attraktivität anstreben? Ist Emanzipation kein aktuelles Frauenthema mehr?

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Thema vom 07.12.2007 zum 40 Todestag von Chè Guevara

Lisa Maria eröffnete das Cafè mit einer kurzen biographischen Einführung zur Person Ernesto Guevara, immerhin hatte sie dieses Thema vorgeschlagen und eindrucksvoll bewiesen sich mit diesem Thema gut auszukennen.

Es wurde diskutiert, ob der Aktivismus des Chè in der Verfolgung seiner politischen Ziele angebracht war? Dabei kristallisierte sich heraus, dass der Revolutionär vom Charakter her, die Aktion der traditionellen Politk in Ministerien und Parlamenten vorzog. Sein gesamtes Leben war geprägt von der Suche nach Gerechtigkeit und dem Wunsch diese den Unterdrückten zu bringen. Die Gewalt wurde von ihm offenbar als Mittel zum Zweck angesehen, um die angestrebten Ziele verwirklichen zu können.
In diesem Zusammenhang wurden Vergleiche mit anderen Revolutionären in der Geschichte angestellt. Dabei ist die Unterscheidung in der Einordnung zwischen Freiheitskämper und Terrorist fließend. Dies wurde vor allem durch das Beispiel Bin Laden klar, der von vielen Menschen in Ländern des Mittleren Osten als Held und Freiheitskämpfer, von einer breiten Mehrheit von Menschen im Westen hingegen als Terrorist eingestuft wird.
Als Beispiel eines Revolutionärs, welcher ohne Gewalt seine Ziele erreicht hat, wurde der Indische Politiker Gandhi genannt.
Piero Di Benedetto