Dienstag, 30. Oktober 2007

Thema 30.10.2007 - Die Zukunft der Regierung Prodi

Bei diesem Café ging es um die immer wieder aufflammende Regierungskrise der Koalitionsregierung rund um Ministerpräsident Romano Prodi. Aktueller Grund der Schwierigkeiten im Rahmen der "Unione" ist die parlamentarische Arbeit am Budget 2008.
Die Diskussion ergab, dass sich die Schüler/innen darüber bewusst waren, welche Probleme die Heterogenität der Regierungskoalition mit sich bringt. Es wurde herausgearbeitet, dass die Unione nicht nur Parteien mit sozialdemokratischen und christlichen Werten beheimatet, sondern dass man auch auf Stimmen der beiden kommunistischen bzw. der Grünen Partei, v. a. im Senat, angewiesen ist. Auch die hauptsächliche Problematik, der geringen Mehrheit im Senat, wurde von den Diskutierenden hervorgehoben. Demnach sei es erdenklich schwierig Reformen über die Bühne zu bringen, die das Land aber dringend nötig habe, wenn jede Partei ihre Einzelinteressen in den Vordergrund stellt.
Es wurde festgestellt, dass die von einigen Medien immer wieder vertretenen Meinung, Romano Prodi befinde sich in Geiselhaft der Kommunisten, nicht geteilt werden kann. Immerhin seien es auch die Mitteparteien rund um die Minister Dini und Mastella, die immer wieder Druck ausüben, um bestimmte Entscheidungen zu beeinflussen.
In diesem Zusammenhang glitt die Diskussion in eine philosophische Richtung, indem über die Notwendigkeit der Politik und des Lobbyismus im politischen Alltag gesprochen wurde. Einige Cafèbesucher vertraten die Meinung, dass es ligitim sei, wenn Politiker versuchen ihre Wählerschaft zufrieden zu stellen. Immerhin sei davon ihre Wiederwahl abhängig. Aus diesem Grund sei es unumgänglich und auch verständlich, dass ein Silvio Berlusconi nicht die Arbeiter, sondern die Unternehmen fördere und entlaste. Ebenso wie dies die aktuelle Mitte - Links - Regierung macht.

Piero Di Benedetto

Freitag, 26. Oktober 2007

Nächstes Thema des politischen Cafè - Die Zukunft der Regierung Prodi, am 30.10.2007 - 6. Stunde

Einige nützliche Links zum Thema:http://www.nzz.ch/nachrichten/international/prodi_senat_abstimmung_budget_2008_1.575069.html
http://www.repubblica.it/speciale/2006/elezioni/camera/index.html
http://www.repubblica.it/speciale/2006/elezioni/senato/index.html
http://it.wikipedia.org/wiki/Governo_Prodi_II

Thema 26.10.2007 - Nachprüfung: Chance oder Schikane

Bei der Diskussionsrunde vom 26.10.2007, welche als Thema die Sinnhaftigkeit der neuen "Nachprüfung" hatte, verlief im Grunde im Tenor der letzten Treffen.
Grundsätzlich kristalisierte sich eine einheitliche Meinung heraus, der nur wenige Teilnehmer widersprachen. Der Großteil der ca. 20 Cafébesucher stand dem neuen System, wonach im Herbst vor Unterrichtsbeginn überprüft werden soll, ob Schüler/innen mit Bildungsdefiziten diese aufholen konnten, skeptisch gegenüber. Argumente gegen diese neue Vorgehensweise waren u. a., dass dadurch mehr Druck auf die Schüler/innen ausgeübt werde, da man nur mehr eine Chance habe, das "Sternchen" aufzuholen; dass die verpflichteten Aufholkurse wohl oder übel im Sommer statt finden müssten, was die Urlaubs- bzw. Arbeitsplanung durcheinander bringen würde; dass Schüler mit großen Schwächen in einem Fach, die oft nicht einfach nur durch mehr lernen beseitigt werden können, kaum mehr Chancen hätten trotzdem zu einem Maturadiplom zu gelangen; dass die Politiker, wieder einmal, ohne die direkt Interessierten zu befragen, die Regeln während dem Spielverlauf zu ändern versuchen würden.
Vereinzelte vertraten die Meinung, dass durch diese neue Variante der Überprüfung mehr positive Verantwortung auf die Schüler/innen übertragen würde; dass dies als eine Möglichkeit angesehen werden sollte, mit Prüfungssituationen umzugehen, ohne die Sicherheit eines Zusatztermins zu haben; dass dadurch der Zugang zum Maturaabschluss nicht für alle offen und somit eine "Elite" und nicht die breite Masse die Oberschulbildung abschließen würden.
Gibt es dem noch etwas hinzuzufügen? Wenn ja ist das die Möglichkeit hier auf diesem Blogg weiter zu diskutieren. Ebenso könnten Themenvorschläge für die nächsten Treffen gemacht werden.
Piero Di Benedetto

Montag, 22. Oktober 2007